Die nächste Vorstandssitzung ist am 02,Juli Dienstags, um 20:00 Uhr, in der "Krone" beim Karl.

Gäste sind immer willkommen!

Samstag 13.7.19                  

Wanderung zu den Wasserspeichern in Schaafheim, Rückweg über Tannenhof mit Einkehr
Führung durch Michael Sauerwein

Treffpunkt um 10:00 Uhr am Schwimmbad

Anmeldung zur bessern Planung bei:

Volker Laber

Tel 06073 88506

email: vereinsausflug-hgv-schaafheim@gmx.de

 

 

 

 


 

Impressionen vom Modellbau

200 Jahre „Löwen“ in Schoffen

Der Heimat- und Geschichtsverein Schaafheim hatte am 28.03.2019 zu einem „Erzählabend“ über die 200jährige Geschichte des „Löwen“ in den Löwen geladen.

30 Interessierte fanden sich ein, um bei einem Getränk mit Brezel und belegtem Brötchen über die „Alten Zeiten“ zu schwadronieren. Nach der Einführung in das Thema reichte der Vorsitzende des HGV, Mirko Kreh, das Wort weiter an den Initiator des Abends, Walter Roth, der auch sogleich die Erinnerungen aus seinem Gedächtnis hervorkramte und in lebendiger Erzählweise die vergangenen Jahrzehnte auferstehen ließ. Dabei konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass die Mitjahrgänge sich spontan auch mit ihren Erinnerungen in die Erzählung einbrachten und schon bald verlor man sich in Details, so dass der Vorsitzende ab und an den „roten Faden“ wieder aufzugreifen musste. (Manchmal waren seine Bemühungen aber vergebens, denn wenn ein Scheffemer  amol ins babbeln kimmt…).

Für Zugereiste war es schwer, den Ausführungen zu folgen. Da war es hilfreich dass etliche Infos in Kopie zum Nachlesen und Mitnehmen vorlagen:

Eine Kurzfassung der Geschichte von 1800 bis 1983 mit den wichtigsten Eckdaten; zwei Ausgaben „Scheffemerisches“ des HGV von 1998 zur „Geschichte des Löwen“ und „Löwen-Anekdoten“;  der Aufruf von Otto Krautwurst zur Rettung des Löwen vor dem Abriss; Kopien alter Zeitungsartikel über den Wiederaufbau des Löwen und die Sonderbeilage der Schaafheimer Zeitung anlässlich der Einweihung des „Löwen“ am 19. Februar 1983.

Hier die Geschichte des „Löwen“ im Zeitraffer:

Erbaut um 1800, Besitzer 1804 Johann Nikolaus Arnold, der Ochsenwirt.

1866 Errichtung eines Brauhauses für Nikolaus Arnold IV, Löwenwirt und Bürgermeister von 1877 – 1883.

1926 stirbt der letzte Löwenwirt und die Gastwirtschaft wird geschlossen.

1935/36 kauft die Gemeinde das Anwesen „zu Zwecken der Gemeinde und der NSDAP“. Umbenennung in „Adolf-Hitler-Haus“.

1939 – 1947 Unterkunft für Kriegsgefangene, Zuflucht für Familien und Herberge für Heimatvertriebene.

1953 - 1975  Nutzung als Gendarmerie, Postamt , Heimatmuseum und Büros mehrerer Firmen. Niemand fühlte sich mehr zuständig und das Gebäude verwahrloste immer mehr. Zuletzt ist im OG ein Jugendzentrum, das „Salvator-Allende-Haus“  untergebracht.

Am 21.10.1975 macht ein Feuer im Jugendzentrum das Gebäude unbenutzbar.

Daraufhin beschließt am 19.12.1975 der Gemeindevorstand EINSTIMMIG (im Jahr des Denkmalschutzes), den „Löwen“ abzureißen, um ein modernes Verwaltungsgebäude zu errichten.

05.01.1976 Leserbrief von Otto Krautwurst im Schaafheimer: „Der Löwen darf nicht einfach abgerissen werden!“ Zusammen mit Hella Pfannkuch schaffen sie es, das Amt für Denkmalschutz zu aktivieren und dieses verbietet schließlich den Abbruch.

1982 in der Amtszeit von Bürgermeister Daniel erfolgt der Umbau für 560.000 DM, den die Gemeinde träg, der Landeszuschuss beträgt lediglich 60.000 DM.

Im Februar 1983 wird der „Löwen“ als Bürgerhaus neu eröffnet.

In den Jahren nach 1945 wurden im Zuge des Wiederaufbaus mehr Denkmäler und Bauten von geschichtlichem Wert zerstört, als im gesamten II Weltkrieg. Die Geschichte eines Gebäudes ist immer auch verknüpft mit den Schicksalen von Menschen, die in seinen Mauern wirkten. Der „Löwen“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein Gebäude, als Ergänzung des historischen Ortskernes in einer lebendigen Gemeinde, den Bürgern als Versammlungs- und Begegnungsstätte wieder zugeführt werden kann.

                                                                       Heimat-und Geschichtsverein Schaafheim e.V.

                                                                                              Werner K. Waterwiese